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Medien- und Informatikkonzept

Pädagogisches Medien- und Informatikkonzept
1. Zielsetzung
Das vorliegende Konzept definiert das pädagogische Profil der Schule Neuheim im Bereich Medien und Informatik (MI). Der Modullehrplan „Medien und Informatik“ liegt dem Konzept zugrunde. Ebenfalls flos-sen Aussagen aus den Medien- und ICT-Empfehlungen des Kantons Zug (Januar 2017) ein. Den Mitarbei-tenden bietet das Konzept Orientierung für das Unterrichten, die Zusammenarbeit und die eigene Weiter-bildung. Im Schulprogramm sind die Meilensteine der stetigen MI-Entwicklung festgehalten. An der Schule Neuheim werden laufend zukunftsweisende Projekte erprobt und evaluiert. Gelebt wird der Grundsatz: Unterrichten mit, über und trotz Medien.

2. Einleitung
Medien, Computer, Internet und mobile multimediale Kleingeräte wie Digitalkamera und Mobiltelefon bieten vielfältige Potenziale für Lehr- und Lernprozesse. Diese gilt es mit entsprechenden
Unterrichtsmethoden und in der Zusammenarbeit zu nutzen. Dazu gehört auch die didaktische Integration der neuen Medien in Schule und Unterricht. Eine Schule im Kontext der Informationsgesellschaft soll die Potenziale der neuen Medien auch selber situations- und stufengerecht als Lern- und Lehrwerkzeuge nut-zen: für neue Formen des Lesens und Schreibens, zur multimedialen Veranschaulichung von Sachverhal-ten, zur Aktivierung von Schülerinnen und Schülern beim Üben und Experimentieren, zur mediengestützten Kommunikation und Kooperation, zum Rechnen und Programmieren und zum Prüfen und zur Dokumenta-tion des Gelernten.

3. Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler
Der Modullehrplan «Medien und Informatik» beschreibt Medien und Informatik als fächerübergreifende Aufgabe der Schule, wobei für einen Kern dieser Aufgabe ein systematischer Aufbau von Kompetenzen formuliert wird. Parallel dazu sollen vom Kindergarten bis zur 3. Oberstufe spezifische Kompetenzen und in allen Fächern Anwendungskompetenzen aufgebaut werden. Diese werden nur dann nachhaltig erwor-ben, wenn sie regelmässig bei allen Lehrpersonen im Unterricht genutzt werden.

Die übergeordneten Zielsetzungen für die drei Bereiche Medien, Informatik und Anwendungskompetenzen sind im Folgenden aufgeführt. Die Beschreibungen, welche Kompetenzen im Detail angestrebt werden und wie der Kompetenzaufbau über die drei Zyklen hinweg erfolgt, finden sich im Modullehrplan.

3.1. Bereich Medien

Die Schülerinnen und Schüler kennen Aufgabe und Bedeutung von Medien für Individuen sowie für die Gesellschaft, für Wirtschaft, Politik und Kultur. Sie können sich in einer rasch verändernden Medienwelt orientieren, traditionelle und neue Medien nach ihren Chancen und Risiken einschätzen sowie eigenstän-dig, kritisch und kompetent nutzen. Sie lernen, Informationen im Internet zu finden, die gefundenen In-formationen auf ihre Relevanz zu prüfen und die Verlässlichkeit der Quelle zu beurteilen. Sie kennen Ver-haltensregeln und Rechtsgrundlagen für sicheres und sozial verantwortliches Verhalten in und mit Medien.

3.2. Bereich Informatik

Die Neuheimer Schülerinnen und Schüler können Informationen als Daten darstellen. Sie kennen grundle-gende Methoden, Daten zu strukturieren, auszuwerten und zusammenfassend darzustellen. Sie wissen, warum es unterschiedliche Datentypen gibt und wozu sie verwendet werden. Sie können Abläufe alltags-sprachlich, grafisch (Flussdiagramme) und darauf aufbauend in einer formalisierten Sprache (Program-miersprache) beschreiben. Sie lernen dabei, die basalen Konzepte einfacher Programme einzusetzen. Sie entwickeln Lösungsstrategien für einfache Problemstellungen der Informationsverarbeitung. Sie verstehen die Grundkonzepte der Datensicherheit und der sicheren Kommunikation und können einfache Geheim-schriften verwenden.

3.3. Bereich Anwendungskompetenzen

Die Schülerinnen und Schüler verfügen über das Wissen über Hardware, Betriebssysteme und Anwender-software, das nötig ist, um einen Computer zu betreiben. Sie verstehen die Grundprinzipien von digitalen Netzen, kennen die damit verbunden Probleme der Datensicherheit und können die wichtigsten Instru-mente zur Sicherstellung eines sicheren Betriebs anwenden. Die Schülerinnen und Schüler wenden die Informations- und Kommunikationstechnologien in allen Fachbereichen sowie im Modul «Medien und Informatik» an und lernen dabei die hierfür nötige Anwendersoftware kennen und nutzen. Sie können Medien nutzen, um ihr Wissen – unter Berücksichtigung der rechtlichen Voraussetzungen – einer Öffent-lichkeit zugänglich zu machen.

4. Didaktische Prinzipien Medien und Informatik
Der Medien- bzw. Informatikunterricht folgt eigenen didaktischen Zugängen. Dazu sind im Lehrplan 21 folgende Leitgedanken formuliert:

4.1. Medien thematisieren
Kinder und Jugendliche verfügen bereits beim Schuleintritt über vielfältige Erfahrungen mit Medien. Um diese Erfahrungen konstruktiv verarbeiten und Wissen über Medien aufbauen zu können, ist es wichtig, Medien mit Schülerinnen und Schülern zum Thema zu machen. Entsprechend sieht der Lehrplan 21 vor, dass Schülerinnen und Schüler in allen Zyklen über ihren alltäglichen Umgang mit unterschiedlichsten Medien in Freizeit und Unterricht sprechen. Dabei können einerseits erwünschte und problematische Auswirkungen von Medien thematisiert und ein bewusster Umgang mit Medien angestrebt werden. Ande-rerseits lassen sich allgemeine, abstrakte Konzepte und Prinzipien erarbeiten, mit denen die Wahrneh-mung und das Verständnis für die Funktionsweise der verwendeten Medien gefördert werden.

4.2. Medien selber produzieren

Indem Schülerinnen und Schüler «aktive Medienarbeit» betreiben, d. h. Video-, Audio- oder multimediale und vernetzte (Text-)Beiträge etc. selber produzieren, erfahren sie etwas über diese: Beispielsweise erle-ben sie, dass unterschiedliche Medien unterschiedliche sprachliche, visuelle oder auditive Ausdrucks- und Gestaltungs-möglichkeiten verlangen und somit nach bestimmten Regeln gestaltet werden müssen. Sie beschäftigen sich mit Produktionsabläufen oder müssen bei längeren Medienprojekten Ausdauer zeigen. Falls es sich um eine Gruppenarbeit handelt, braucht es Absprachen und Planung, um gemeinsame Ziele zu erreichen. Das digitale Teilen von Dokumenten soll gefördert werden. Mittels aktiver Medienarbeit wird somit einerseits ein kompetenter Umgang mit Medien angestrebt – durch das eigene Machen wird eine aufmerksamere, urteilsfähigere und kritischere Haltung gegenüber (massenmedialen) Produktionen auf-gebaut. Andererseits können auch sprachliche, gestalterische, soziale und personale Kompetenzen gezielt gefördert und reflektiert werden.

4.3. Informatik selbstständig entdecken
Die Neuheimer Schülerinnen und Schüler sollen nicht nur Gelegenheit erhalten, Medien selber herzustel-len oder mit Effekten, die sich dabei erzeugen lassen, zu experimentieren. Das Prinzip des selbstständi-gen Entdeckens ist auch in der Informatik zentral: Die gemachten Erfahrungen führen zum Entdecken allgemeiner Lösungsstrategien. Diese werden z. B. beim Programmieren an weiteren Aufgabenstellungen auf ihre Funktionalität getestet und bei Bedarf verbessert. Die Schülerinnen und Schüler lernen so, eine Programmierumgebung durch selber entwickelte Funktionen und Prozeduren zu ergänzen mit dem Ziel, eigene kreative Vorstellungen umzusetzen.

4.4. Informatik «be-greifen»
Für den Informatik-Unterricht an der Schule Neuheim gilt, dass Konzepte und Methoden anschaulich und «be-greifbar» vermittelt werden. Neben dem Lebensweltbezug bei der Wahl der Beispiele ist somit darauf zu achten, dass Informatikkonzepte spielerisch und handlungsbezogen vermittelt werden. Unter dem Stichwort «Computer Science unplugged» (vgl. Lehrmittel «Minibiber») finden sich viele Aktivitäten, mit denen sich informatische Konzepte ohne Technik vermitteln lassen. Weiterführend bieten Sensoren, Akto-ren und Roboter (z. B. Bee-Bots, LegoMindstorms-Roboter) vielfältige Möglichkeiten, die abstrakte Welt der Informatik mit eigenen Handlungserfahrungen und mit der wahrgenommenen Umwelt von Kindern und Jugendlichen zu verbinden.

4.5. Mediengestützte Unterrichtssettings

Bei der guten Ausrüstung der Schule Neuheim kombiniert mit einer Verfügbarkeit digitaler Medien im El-ternhaus bieten sich verschiedene Formen des plattform- und mediengestützten Unterrichts an (Blended-Learning oder E-Learning-Sequenzen, Flipped Classroom, WebQuests, Web Inquiry Projects, Video-Tutorials, Game based Learning etc.). Diese Formen gehen einher mit Möglichkeiten, den Unterricht zu individualisieren, verschiedene Zugänge zum Schulstoff zu bieten und multimediale und mobile Endgeräte gezielt für die selbsttätige und selbstbestimmte Bearbeitung von Themen zu nutzen. Zudem sind dank der Vernetzung dieser Geräte vielfältige Formen der Kooperation, Kollaboration oder Kommunikation unterei-nander oder mit ausserschulischen Akteuren möglich. Nicht zuletzt wird so auch die Auseinandersetzung mit realen (medialen) Phänomenen, Themen und Sachverhalten möglich.

5. Anforderungsraster an Lehrpersonen
5.1. Kompetenzen Medien und Informatik

Die Lehrpersonen beziehen den Aufbau von MI-Kompetenzen systematisch, stufengerecht und sowohl mit handelnd-entdeckenden als auch reflektierenden Zugängen in ihre Unterrichtsplanung ein. Sie sprechen sich mit (anderen) Fachlehrpersonen und Akteuren gezielt ab und arbeiten eng zusammen.

5.2. Anwendungskompetenzen
Die Lehrpersonen vermitteln während ihres Unterrichtes regelmässig und zielgerichtet aktuelle Anwen-dungskompetenzen. Alle Schülerinnen und Schüler können digitale Medien dabei sowohl aktiv nutzen als auch über ihre Verwendung reflektieren. Die Lehrpersonen sprechen sich untereinander ab.

5.3. Unterrichtsgestaltung – mit digitalen Medien unterrichten
Die Lehrpersonen integrieren digitale Medien systematisch und bezüglich Lehr-/Lern- und Sozialformen variantenreich in ihren Unterricht.

5.4. Weiterbildung von Lehrpersonen

Jede Lehrperson bildet sich so weiter, dass sie den Modullehrplan «Medien und Informatik» in ihrer Stufe umsetzen kann. Die vier Kompetenzfelder im Bereich Medien und Informatik sind Thema am Mitarbeiter-gespräch. Aufgrund des Gesprächs werden verbindliche Weiterbildungsszenarien (lokale und kantonale Weiterbildungen) entwickelt. Die ICT-Animatoren unterstützen die Lehrpersonen in der schulinternen Wei-terbildung.

Technisches Medien- und Informatikkonzept
6. Infrastruktur
Die ICT-Infrastruktur der Schule Neuheim wird möglichst einfach und einheitlich gestaltet. Damit wird der Einsatz für alle Nutzerinnen und Nutzer vereinfacht und die technischen Supportleistungen können auf einem Minimum gehalten werden. Es ist Ziel der Schule Neuheim, die zur Verfügung stehenden finanziel-len Mittel so für die ICT-Infrastruktur einzusetzen, dass alle Nutzerinnen und Nutzer, also Schulleitung, Lehrpersonen, Schülerinnen und Schüler und weitere schulische Personen, diese optimal bei der Erfüllung ihrer Arbeiten und beim Lernen unterstützen. Die Infrastruktur der Schule Neuheim ist so gestaltet, dass deren Nutzung in einem definierten Rahmen mit persönlichen und privaten Geräten genutzt werden kann. Daten sollen sowohl in der Schule, aber auch zu Hause oder unterwegs verfügbar sein.

7. Mengengerüst
Eine bedarfsgerechte, verlässlich funktionierende und gut gewartete ICT-Infrastruktur bildet an einer Schu-le nach wie vor eine Grundvoraussetzung dafür, dass Lehrpersonen Computer nutzen und in ihrem Unter-richt einsetzen. Die IT -Infrastruktur (Hardware, Software, Vernetzung, Peripherie) verlangt regelmässige Investitionen zur Aktualisierung des Geräteparks und muss durch einen professionellen, technischen Sup-port gewartet werden, um Computer tatsächlich einsatzbereit zu halten und Frustrationserlebnisse (von Lehrpersonen und Schülern) zu vermeiden. Die folgenden Strategieziele beziehen sich auf diese infrastruk-turelle Ebene und wollen damit die nötigen Voraussetzungen für einen zeitgemässen Einsatz von Medien und ICT an unserer Schule schaffen.
Eine bedarfsgerechte Ausstattung mit Hard- und Software ist eine wesentliche Grundbedingung für die Nutzung von Computern und Internet im Unterricht. Der Erziehungsrat hat darum bereits im Konzept 2000 Mindeststandards für alle Schulen der Volksschule vorgegeben, so etwa, dass den Schülerinnen und Schü-ler in ihren Schulzimmern mindestens drei Computer zur Verfügung stehen sollen.
Mindeststandards wurden auch deswegen definiert, um vergleichbare Rahmenbedingungen zwischen verschiedenen. Schulen bzw. Schulorten zu schaffen. Die Volksschule hat den Auftrag, ungleiche Bil-dungschancen soweit wie möglich zu mildern und eine grösstmögliche Chancengleichheit zu gewähren. Dieser Grundsatz verpflichtet die Schule auch, allen Kindern und Jugendlichen den Zugang zu ICT zu er-möglichen und entsprechende Kompetenzen zu vermitteln. Chancengleichheit bedeutet nicht nur Zugang zu ICT, sondern auch «Zugang zu Lehrerinnen und Lehrern mit ICT-Wissen», die ICT kompetent einsetzen. Ziel ist es, dass alle Schülerinnen und Schüler, egal an welcher Schule und in welcher Gemeinde sie ihre obligatorische Schulbildung absolvieren, in einem ähnlichen Ausmass auf die Informationsgesellschaft und die neuen beruflichen ICT- Anforderungen vorbereitet werden. Chancengleichheit muss auch in Bezug auf die Medienkompetenz garantiert werden. Es wäre fatal, wenn die Bildungschancen für Kinder und Jugend-liche in unserem Kanton entscheidend von ihrem Wohnsitz abhängen würden.
Viele Lehrpersonen, aber auch die Lernenden und ein Teil der Eltern empfinden die geringe Verfügbarkeit von Arbeitsgeräten für die Schülerinnen und Schüler als eher unbefriedigend. Der Wunsch nach einer bes-seren Ausstattung mit Computern, Notebooks, aber auch mit Touchpannels, Beamern und interaktiven Wandtafeln ist gross. Gefordert werden vor allem mehr Computer im Klassenraum. Die folgenden Kapitel beschreiben den stufenspezifischen Bedarf an Schülergeräten und die Ausstattung der Zimmer mit der notwendigen peripheren Infrastruktur.

7.1. Kindergarten

Soll-Zustand (unbenannt) Ist-Zustand
 Ein berührungsempfindliches Gerät
 Ein Lehrpersonengerät
 Ein berührungsempfindliches Gerät

7.2. Primarschule

Soll-Zustand (unbenannt) Ist-Zustand
 Pro vier Schülerinnen und Schüler ein Gerät (pro Klasse 4-6 Stück)
 1 Lehrpersonengerät
 Pro Schulhaus 20 mobile Computer für den Klassenunterricht
 1 interaktive Wandtafel mit Visualizer pro Klassenzimmer
 3 Geräte pro Klasse
 1 Lehrpersonengerät
 1 Beamer
 1 Visualizer (1 Zimmer)

7.3. Oberstufe

Soll-Zustand (unbenannt) Ist-Zustand
 Pro Schüler ein Gerät
 1 Lehrpersonengerät
 1 interaktive Wandtafel mit Visualizer pro Klassenzimmer
 Pro Schüler ein Gerät
 1 Lehrpersonengerät
 1 interaktive Wandtafel (6 Zimmer)
 1 Visualizer (6 Zimmer)

8. Stufenspezifische Betrachtungsweise
8.1. Kindergartenstufe

Der Kindergarten benötigt eine «Computerecke» mit einem Computer mit einem berührungssensitiven Flachbildschirm. Dadurch wird das reichhaltige Spiel- und Lernangebot erweitert, gleichzeitig aber soll der Computer aber keine Sonderstellung einnehmen. Es gibt eine Vielzahl von didaktisch hervorragenden Computerspielen für Kinder in diesem Alter, welche viel Kreativität, Konzentration, Selbsttätigkeit und gemeinsames «überlegtes» Vorgehen abverlangen. Computer eignen sich hervorragend, um Kinder in diesem Alter kognitiv zu fördern, etwa mit ansprechenden Problemstellungen und spielerischen Aufgaben, die logisches Denken, genaues Zuhören, Kombinieren und Umsetzen einfordern. Die Erfahrung zeigt, dass solche Spiele zumeist zu zweit gespielt werden und dabei ein intensiver Austausch über das weitere Vor-gehen entsteht. Zugleich stellt die Kindergarten-Lehrperson sicher, dass die Kinder in der ganzen Breite ihrer Kompetenzen (sozial, kognitiv, emotional, motorisch usw.) gefördert werden.

8.2. Primarschulstufe
Die Primarstufe benötigt einen Computer pro vier Lernende. Das bedeutet, dass pro Klassenzimmer vier bis sechs Computer zur Verfügung stehen müssen. Damit wird ermöglicht, dass mit der ganzen Klasse gleichzeitig Gruppenarbeiten am Computer durchgeführt werden können oder die halbe Klasse (in Part-nerarbeit) am Computer lernen und arbeiten kann. Sinnvollerweise werden in Zukunft mobile Geräte die bestehenden Computer ergänzen, da diese platzsparend sind. Die Preise der mobilen Geräte haben sich in den letzten Jahren den Desktopgeräten stark genähert.
Um mit der ganzen Klasse gleichzeitig am Computer arbeiten zu können, ist es sinnvoll ergänzend zu den Klassenzimmergeräten in den Schulhäusern mobile Gerätepools einzurichten. Ein Pool besteht dabei aus 20 mobilen Geräten (Poolnotebooks) und kann bei Bedarf ins Klassenzimmer geholt werden. Die Verbin-dung ins Netzwerk erfolgt per WLAN, damit die grösstmögliche Flexibilität garantiert werden kann.
Die Mengenempfehlungen umfassen explizit auch die Primar-Unterstufe (1./2. Klasse). Im neuen Lehrplan 21 werden voraussichtlich ICT -Lernziele auf dieser Stufe verbindlich. Insbesondere bieten aber Computer auf dieser Stufe eine hervorragende Möglichkeit, Schülerinnen und Schüler beim Aufbau von Basiskompe-tenzen (Lesen, Schreiben, Rechnen) zu unterstützen und im Unterricht vermehrt zu differenzieren und zu individualisieren.
Dank Computern können Übungen einfach auf die individuellen Voraussetzungen des Kindes abgestimmt werden. In den meisten Lernprogrammen lassen sich der Schwierigkeitsgrad, die Hilfefunktion und die Art der Rückmeldungen so einstellen, dass eine Übung für ein Kind eine optimale Herausforderung (keine Unter- oder Überforderung) darstellt. Zudem hat jedes Kind die Möglichkeit, sein eigenes Lerntempo indi-viduell zu bestimmen. Dies unterstützt Kinder beim Aufbau von Fertigkeiten, die sie auf der Unterstufe so intensiv einüben und festigen müssen, dass diese später automatisiert ablaufen (z.B. Grundoperationen in der Mathematik, Buchstaben kennenlernen, lesen, orthografisch richtig schreiben).
So können wir auch dem Schuljahresschwerpunkt 2014 „Umgang mit Heterogenität“, das uns auch noch die weiteren Jahre begleiten wird, gerecht werden.
Die Forschung zeigt auch auf, dass bei Stütz- und Fördermassnahmen, sowie Begabungs- und Begabten-förderung der Computereinsatz sinnvoll ist.. Einzelne Schülerinnen und Schülern können gezielt Übungen zu Bereichen durchführen, in denen noch Defizite bestehen. Diese Übungen können selbstständig ohne Lehrperson durchgeführt werden und werden dennoch unmittelbar kontrolliert und ggf. verbessert.

8.3. Sekundarstufe
Auf der Oberstufe wird in Zukunft eine 3-Säulen-Infrastruktur angestrebt.
 1. Säule: ein Informatikzimmer
 2. Säule: Pro Stufe 20 mobile Computer (Laptopwagen)
 3. Säule: Pro Schüler ein mobiles Gerät für die alltägliche Arbeit
Ein Multimediazimmer mit leistungsfähigen Rechnern muss bestehen. In diesem erfolgt Klassen- und Wahlfachunterricht mit spezieller Software (AutoCAD, Tastaturschreiben, Informatikunterricht, etc.). Zu-dem kann dieser Raum für Weiterbildungen (auch für die Gemeinde) genutzt werden. Es werden 20 Lap-tops für den Klassenunterricht und die Dokumenterstellung benötigt. Um in Oberstufenklassen mit vielen Schüler/innen gleichzeitig mit ICT arbeiten zu können, sind mobile Lösungen (Laptopwagen mit 20 Gerä-ten) notwendig. Eine Anbindung an das Schulnetz per WLAN ist dabei unumgänglich. Auf der Oberstufe ist in den kommenden 3 Jahren die gestaffelte Einführung von 1:1-Computing anzustreben. Beim 1:1-Computing verfügt jede/r Schüler/in über ein persönliches Gerät, das ihm/ihr persönlich zur Nutzung zur Verfügung steht. Dies soll die Arbeit im neu gestalteten 9. Schuljahr positiv beeinflussen. Mit der Einfüh-rung eines 1:1 Computings kann somit auch auf die Anschaffung von Laptopwagen auf der Oberstufe verzichtet werden. Es ist zu prüfen, ob diese Geräte in Zukunft nicht schon auf der Mittelstufe II Einzug finden müssen.

9. 1:1-Computing (Sekundarstufe I)
Mittelfristig wird auf der Oberstufe in Neuheim ein 1:1 Computing eingeführt. Dies bedeutet, dass jeder Schüler und jede Schülerin im Unterricht mit einem mobilen Computer lernen und arbeiten kann. Damit ist garantiert, dass die Schülerinnen und Schüler die nötigen Werkzeuge schnell zur Hand haben. Man kann davon ausgehen, dass das so genannte «1:1-Computing» auch an weiteren Schulen im Kanton Zug reali-siert wird. In ersten Pionierklassen im Nachbarkanton (der Projektschule Goldau) sind bereits heute die Schülerinnen und Schüler mit persönlichen, mobilen Geräten (iPad, Surface, Transformer u.ä.) ausgestat-tet. Mit diesen Pilotprojekten werden die Möglichkeiten und allfällige Probleme des 1:1-Computings evalu-iert.
Unabhängig davon, welche ICT-Infrastruktur die Schule aufbaut, sicher ist, dass Schülerinnen und Schüler künftig vermehrt über persönliche mobile Geräte verfügen und diese auch mit in den Unterricht bringen und somit grundsätzlich an jedem Ort und zu jeder Zeit ihre persönlichen Lern- und Arbeitsumgebung nutzen können (sofern dies nicht von der Schule verboten wird).
Erste Erfahrungen mit einer umfassenden Computerausstattung aller Schülerinnen und Schüler zeigen, dass sich dadurch die didaktischen Möglichkeiten im Unterricht massiv erweitern und sich ebenso qualita-tiv verändern. Wenn jede Schülerin und jeder Schüler über ein eigenes Gerät verfügen, wird sich der Schulalltag, das Lehren und Lernen, die Kommunikation und Kooperation wandeln.
Schulbücher werden in den kommenden Jahren vermehrt digitalisiert und interaktiv nachgerüstet. Dazu kommt, dass auch die Lehrpersonen immer mehr Lernmaterial den Schülern digital zur Verfügung stellen. Damit die Schülerinnen und Schüler davon profitieren können, ist das 1:1 Computing nötig.
Mit den Informatikzimmern ist es nicht möglich, den heutigen Bedürfnissen der Medienbildung nachzu-kommen. Die Schüler sollen den Computer (oder das Tablet) als tägliches Arbeitsgerät kennen lernen. Informatikzimmer können dies nicht bieten. IT-Experten sind überzeugt, dass «Computer mobil werden und der Computer zum Nutzer kommt, nicht mehr umgekehrt». Sie stellen die These auf, dass Notebooks in Schulen in fünf bis zehn Jahren alltäglich sind. Das Notebook der Zukunft ist eine Mischung aus heuti-gem iPhone und Notebook, leicht und leistungsfähig, ein steter Begleiter von Schülerinnen und Schülern ab der Sekundarstufe. Gefragt sind in Zukunft eine gute Vernetzung in den Schulzimmern und Stroman-schlüsse für die Schüler-Notebooks.
Wird die Neugestaltung des 9. Schuljahres zielbringend umgesetzt, muss jeder Schülerin und jedem Schü-ler ein Tablet zur Verfügung stehen. Angestrebt wird das individuelle Arbeiten mit Lernpass oder ähnli-chem. Wie weit dies mit iPads oder den neuen Geräten von Windows (Surface) möglich ist, wird sich zei-gen. Die Schule muss die entsprechenden Geräte zur Verfügung stellen oder eigene Geräte der Schüler und Schülerinnen einbinden.
Eine weitere Möglichkeit, ein 1:1 Computing zu realisieren ist die Einbindung von privaten Geräten in das Schulnetz, kurz BYOD genannt (Bring your own device).
Die Einführung von BYOD-Modellen in Bildungseinrichtungen hat hauptsächlich zwei Gründe: beschränkte Schulbudgets und die immer stärkere Nutzung moderner Technologien. Schulen und Hochschulen müssen immer wieder finanzielle Einschnitte hinnehmen. Zugleich sind die Preise für Laptops und ähnliche mobile Endgeräte mit der Einführung von Netbooks, applikationsbasierten Tablets und E-Books stark gefallen. Auch kleinere Geräte wie Tablets und Smartphones sind heute internetfähig und mit den unterschiedlichs-ten Anwendungen ausgestattet. Entsprechend erstaunt es nicht, dass immer mehr Schülerinnen und Schü-ler ohnehin mit ihren eigenen Geräten im Rucksack zum Unterricht erscheinen. Das Zusammenspiel die-ser Faktoren hat die Idee bestärkt, dass sowohl Schülerinnen und Schüler ihr eigenes mobiles Lerngerät im Unterricht nutzen könnten.

10. Finanzierungsmodelle für 1:1-Computing
Für 1:1-Ausstattungskonzepte gibt es verschiedenste Finanzierungsmodelle:

10.1. (Mit-)Finanzierung der Geräte durch Eltern
Die meisten Schulen mit 1:1 Ausstattungen haben bisher oft eltern(mit-)finanzierte, aber von der Schule organisierte Computer angeschafft, die den Schülerinnen und Schüler persönlich gehörten. Dieses Verfah-ren hat sich zwar bewährt, ist aber auch mit einem hohen administrativen Aufwand verbunden, der wiede-rum Kosten verursacht. Die Kostenbeteiligung der Eltern unterstützt die Schule bei der Sensibilisierung der Schüler/innen für einen verantwortungsvollen Umgang mit den Geräten.

10.2. Private Schülergeräte
Eine weitere Möglichkeit wäre, dass die Schule selbst nur die technischen Voraussetzungen schafft (Inter-netzugang) und Mindeststandards einfordert, die Gerätewahl und den Kauf aber gänzlich den Eltern über-lässt. Dies widerspricht aber dem Grundsatz, dass die Volksschule gratis sein soll. Die Gerätevielfalt er-schwert den Unterricht und die Wartung.

10.3. Schulgeräte (auch für den persönlichen Einsatz)
Die Schule stellt ihren Schülerinnen und Schülern leihweise ein Gerät (mit entsprechenden Verantwortlich-keiten und einem Versicherungsschutz) während der Schuldauer zur persönlichen Verwendung zur Verfü-gung. Diesbezüglich existieren aktuell attraktive Leasingangebote. Eltern beteiligen sich mit einem ange-messenen Beitrag an den Kosten für den persönlichen Gebrauch. Für welches Modell sich eine Schule auch entscheidet, sie wird in jedem Fall für einen gewissen technischen Support der Geräte aufkommen müssen.
Es wird die Aufgabe der kantonalen ICT-Fachstelle OSKIN sein, ein generisches 1:1-Konzept zu entwi-ckeln. Dazu gehört die Suche nach geeigneten «schülergerechten» Geräten, Verhandlungen mit Anbietern von Hard- und Software, konzeptionelle Fragen und mögliche Vorgehensweisen zu klären und die Finan-zierung der Geräte so umzusetzen, dass keine Ungerechtigkeiten hinsichtlich der finanziellen Belastung der Eltern resultieren. Sicherlich wäre in diesem Zusammenhang auch die Frage zu klären, ob und inwie-weit die Eltern für die teilweise Finanzierung persönlicher ICT-Geräte ihrer Kinder aufzukommen haben und wie bei allfälligen Härtefällen vorgegangen werden kann (da die Volksschule grundsätzlich kostenlos zu sein hat). Zum andern sind Szenarien auszuarbeiten, wie persönliche Computer, welche Schülerinnen und Schüler künftig von Zuhause mitbringen werden, die ICT- Infrastruktur der Schule nutzen können, ohne dass dadurch ein Sicherheitsrisiko entsteht (BYOD).

11. WLAN / Funknetzwerk
Die mobile Nutzung und die Möglichkeit des BYOD bedingt, dass die Schulzimmer mit drahtlosen Netz-werken (WLAN) ausgestattet sind, dank denen Computer mit Zusatzgeräten (Drucker) und mit einem Ac-cess-Point für den Internetzugang verbunden werden können, ohne dass Kabel verlegt oder nachträglich teure Bohrungen in Gebäuden durchgeführt werden müssen. Der Betrieb von Funknetzen führt immer wieder zu Diskussionen über allfällige gesundheitsschädigende Wirkungen. Obschon es bis heute keinen Nachweis gibt, dass unterhalb der derzeit gültigen Grenzwerte eine gesundheitliche Beeinträchtigung durch die elektromagnetische Strahlung von Funknetzen erfolgt, sind dennoch im Sinne einer persönlichen Vorsorge die Empfehlungen des Bundesamts für Gesundheit (2007) zu berücksichtigen und beispielsweise das WLAN nur einzuschalten, wenn es gebraucht wird. Die Schule Neuheim hat schon ein kleines W-LAN eingerichtet, das im Moment den Lehrpersonen zur Verfügung steht.

12. Visualisierungsmöglichkeiten
Die Kreidetafel, oder Buchwandtafel, wie sie auch genannt wird, vermag den digitalen Anforderungen der heutigen Zeit nicht mehr zu genügen. Obwohl die Wandtafel noch einige Zeit nicht von der Bildfläche verschwinden wird, ist sie wohl in Zukunft nur mehr als Ergänzung zu den neuen Medien zu verstehen.
Die interaktiven Wandtafeln an der Oberstufe Neuheim (6 Zimmer von 7 ausgerüstet) werden intensiv genutzt. Der Hellraumprojektor wurde in diesen Zimmern durch einen Visualizer abgelöst. Mit diesem Ge-rät werden Arbeitsblätter aber auch dreidimensionale Gegenstände direkt auf den Bildschirm projiziert. Stereoanlage, DVD-Player, Diaprojektoren, Kartenzüge etc. werden in Zukunft nicht mehr benötigt, da der Lehrpersonen-PC und der Bildschirm diese Aufgabe übernehmen. Alles was mit PC gemacht werden kann und auf dessen Bildschirm sichtbar ist, kann in Grossformat projiziert werden (Filme, Arbeitsblätter, Inter-net, E-Mail etc.) Sämtliche Schulzimmer müssen mit neuen Projektionsmöglichkeiten ausgerüstet werden. Als Minimalvariante kommt ein Beamer mit einem Visualizer in Frage.

13. Das Klassenzimmer der Zukunft
Die neuen Klassenzimmer der Zukunft haben eine interaktive Wandtafel, die per PC angesteuert wird. Eine Kreidewandtafel wird nach wie vor benötigt, die Schrift muss abgedeckt werden können, und die Wandta-feln müssen umgeklappt werden können. Es muss genügend Schreibfläche vorhanden sein (verschiedener Layer). Der Visualizer ersetzt den Hellraumprojektor. Verschiedene Geräte werden über WLAN verbunden, dabei können auch die Geräte der Lernenden integriert werden (BYOD).
Mittels HDMI-Kabel wird der Beamer mit dem Lehrpersonen-PC verbunden. Diese Geräte brauchen also einen HDMI-Ausgang und vorzugsweise einen Blueray-Player. Weitere technische Geräte werden nicht mehr benötigt.

14. Hardware
Die Schule Neuheim setzt auf die Vorteile von mobilen Arbeitsgeräten für Schülerinnen, Schüler und Lehr-personen. Mobile Geräte sind für die Arbeit und das Lernen flexibel an unterschiedlichen Orten einsetzbar. Innerhalb des Schulareals kann damit auf die Ressourcen und den Internetanschluss der Schule zugegrif-fen werden. Mobile Geräte erhöhen nicht nur die Nutzung im Unterricht, sondern sind auch leise und kön-nen platzsparend verstaut werden. Schuleigene Laptops, die für die Arbeit in der Klasse und als persönli-che Lehrergeräte eingesetzt werden, sind mit dem Betriebssystem Windows von Microsoft ausgestattet. Laptops werden in der Primar- und der Sekundarstufe eingesetzt.
Im Kindergarten wird im Unterricht ausschliesslich mit Tablets gearbeitet. Auf den andern Schulstufen werden Tablets ergänzend zu Laptops eingesetzt. Die Schule Neuheim erlaubt und fördert den Einsatz von privater Hardware. Schülerinnen und Schüler dürfen für das Lernen und Arbeiten im Unterricht eigene ICT-Mittel (Laptops, Tablets, Smartphones u.ä.) verwenden. Der konkrete Einsatz hängt von den Szenarien und Unterrichtssequenzen in den Klassen ab und wird von den einzelnen Lehrpersonen im Rahmen der methodisch-didaktischen Unterrichtsgestaltung geregelt.
Bei der Wahl der Peripheriegeräte wird darauf geachtet, dass sie den qualitativen Anforderungen für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen genügen. Im flächendeckenden Einsatz stehen WLAN-Beamer und Netzwerkdrucker für alle Klassen. Weitere Peripheriegeräte stehen in einem Schulhauspool zur Verfügung (Foto-/Videokameras, Scanner, Mikrofone u.a.). Die effektiven Hardwarekonfigurationen sind stufen- und standortspezifisch unterschiedlich.

15. Software

Die Schule Neuheim ist bestrebt, auf den schuleigenen Arbeitsgeräten eine möglichst minimale und ein-heitliche Softwareausstattung zu betreiben. Die Ausstattung richtet sich nach dem ausgewiesenen Bedarf von Lehrpersonen und Unterricht. Eine standardisierte Softwareausstattung bringt den Nutzerinnen und Nutzern einen besseren Überblick und vermindert die Aufwände für Schulungen. Zudem werden Ausgaben für Lizenzen und der Betriebsaufwand für den Support gering gehalten.
Die Beschaffung von Software unterliegt einem definierten Beschaffungsprozess. Die Schule beschafft Programme, die mit einer Edu-Lizenz vertrieben werden.
Die eingesetzte Software kann in drei Bereiche gegliedert werden:

15.1. Betriebssystem und Dienstprogramme
Betriebssysteme Windows, Systemerweiterungen und Treiber, Virenschutz, Supportsoftware, verbreitete Zusatzsoftware (PDF-Reader u.a.)

15.2. Standardprogramme
Office-Paket, Browser, Fotobearbeitungssoftware, Audiosoftware, Zeichnungs-/Malprogramm, Vi-deoschnittsoftware u.a.

15.3. Lernsoftware / unterrichtsspezifische Software
Die effektive Softwareausstattung ist stufen- und gerätespezifisch unterschiedlich: Lernsoftware zu Lehr-mitteln (z.B. Envol, Explorers, Mathematik), stufen- und fachspezifische Lernsoftware

16. Vernetzung intern und mit dem Internet
Eine Vernetzung der einzelnen Standorte (Kindergarten Chilematt, Pavillon Chilematt, Schulhaus Dorf) wird mittelfristig angestrebt. Die primäre Aufgabe der Vernetzung an allen Standorten und auf allen Schulstufen ist Zugang der Geräte zum Internet bzw. dessen Diensten und Anwendungen. Der Zugang zum Internet erfolgt über das bundesweite Angebot «Schulen ans Internet (SAI)» der Swisscom. Eine Firewall mit inte-griertem Webcontent-Filter wird von der Schule selber betrieben. Der Webcontent-Filter dient dem Kinder- und Jugendschutz und unterbindet den Aufruf von rassistischen, gewaltverherrlichenden und pornografi-schen Webseiten. Die internen Vernetzungen der einzelnen Standorte unterscheiden sich stufenspezifisch:

16.1. Dezentraler Kindergarten
In den dezentralen Kindergärten erfolgt der Zugang zum Internet über einen eigenständigen SAI-Anschluss. Die interne Vernetzung kann nur über einen VPN-Zugriff übers Internet erfolgen.

16.2. Schulhäuser
Die beiden Schulhäuser sind über Glasfaser miteinander vernetzt. Die Serverinfrastruktur wird im Schul-haus Dorf betrieben. Die gesamte Serverinfrastruktur (Autorisierungsserver, Fileserver, Administration) steht zusammen mit dem Rack in einem abschliessbaren Serverraum. Das Schulhaus Dorf verfügt über einen SAI-Anschluss. Jedes Zimmer ist mit Netzwerkkabeln erschlossen. Damit die mobilen Geräte einfa-chen Zugang ins Netz finden, ist jedes Schulhaus mit Funknetztechnologie (WLAN) ausgerüstet. Lehrper-sonen können mit privaten Geräten via WLAN das Internet der Schule nutzen. Das Verwaltungsnetz, in welchem Schulsekretariat und Schulsozialarbeit aktiv sind, ist nicht mit dem Schulnetz verbunden. Es wird von der Gemeinde betreut.

17. Internetdienste
Die Schule Neuheim strebt an, möglichst viele dringend benötigte Leistungen aus dem Web zu beziehen.

17.1. Mail
Alle Personen, die an der Schule Neuheim beteiligt sind, erhalten eine persönliche E-Mail-Adresse. Als Mailprovider wird Office365 genutzt, das mit der Lizenzierung der Microsoft-Produkte für die Schule kos-tenlos ist. Im Weiteren wird der Schweizerische Bildungsserver educa.ch mit der kostenlosen Plattform educanet2.ch für e-learning genutzt. Die Administration der Nutzerkonten ist Aufgabe des ICT-Supports.

17.2. Dateiablage
Die Schule Neuheim nutzt den Online-Speicherplatz von externen Anbietern für Ablage und den Austausch von Dateien. Der internetbasierte Dienst ermöglicht es an jedem Computer mit Internetanschluss, auf die eigenen Dateien zuzugreifen. Das funktioniert somit über alle Standorte hinweg und auch zu Hause. Der Anbieter garantiert den Datenschutz und die Sicherheit der Daten. Genutzt wird das Edu-Angebot des Anbieters. Die Administration der Nutzerkonten wird vom ICT-Support vorgenommen.

17.3. Terminal-Serverdienste
Die Schule Neuheim nutzt für den zwingend vorgeschriebenen Einsatz der Lehr- und Lernsoftware den Terminal-Server-Dienst eines externen Anbieters. Damit ist auch sichergestellt, dass die Schüler und Schü-lerinnen sowie die Lehrpersonen von überall her auf die Programme zugreifen können.

17.4. Website der Schule
Die Schule Neuheim nutzt für die schuleigene Website ein Content Management System, das die einfache Publikation von Informationen, Bildern, Videos u.a.m. erlaubt. Verantwortlich für die Betreuung der Site ist der ICT-Support.

17.5. Reservationssysstem
Die Schule Neuheim betreibt ein schuleigenes Reservationssystem auf dem Web, das allen Lehrpersonen erlaubt, Reservationen von überall her auf dem Internet zu tätigen. Das Reservationssystem wird durch den ICT-Support unterhalten.

17.6. Facebook / Twitter
Die Schule Neuheim hat eine eigene Facebooksite und einen eigenen Twitteraccount. Diese beiden Platt-formen dienen dazu, über Veranstaltungen zu informieren und datenschutzrechtliche bedenkenlose Inhal-te zu publizieren. Die beiden Accounts werden vom ICT-Support betrieben.

17.7. Online Lernangebote
Die Schule Neuheim hat für die Lernenden mehrere Internetdienste abonniert, die online-Lernangebote bereitstellen. Diese Internetdienste werden durch den ICT-Support verwaltet.

18. Sicherheit und Datenschutz
Die Schule Neuheim ergreift ein ganzes Massnahmenpaket, das die Sicherheit von Infrastruktur, Daten und Personen bestmöglich gewährleistet. Dazu gehören folgende Vorkehrungen:

 Infrastruktur wird so montiert oder platziert, dass sie nicht ohne weiteres entfernt werden kann. Ar-beitsgeräte werden bei Nichtgebrauch in verschliessbaren Schränken verstaut.
 Zu den ICT-Ressourcen (Geräte, Netzwerk u.a.) haben nur berechtigte Personen Zugriff.
 Netzwerke und Daten werden durch informatiktechnische Mittel gegen den Einfluss von Schadsoft-ware bzw. gegen Eindringen von aussen und gegen schadhaftes Verhalten von innen geschützt (Anti-viren-Schutz, Firewall u.a.).
 Daten werden vor unerlaubtem Zugriff, Manipulation oder Verlust geschützt. Es werden periodisch Backups angelegt.
 Es findet kein ungeschützter Austausch von personensensitiven Daten über unsichere Kanäle, z.B. E-Mail, statt.
 In Nutzungsvereinbarungen für Mitarbeitende und für Schülerinnen und Schüler wird geregelt, welche Aktivitäten unter Einbezug der schulischen Infrastruktur erlaubt und erwünscht und welche untersagt sind.
 Die Schule Neuheim publiziert nur Daten von Schülerninnen und Schülern, von denen das Einver-ständnis vorliegt. Die schriftliche Einverständniserklärung muss von den Schülerinnen und Schülern sowie von deren Erziehungsberechtigen unterzeichnet werden.